12.07.09 // Der Start des Camps 09
Heute ging es los mit dem neunten Camp! Das Team traf sich bereits am Vormittag, um alles für die Ankunft der Teilnehmer vorzubereiten. Nach und nach kamen die Teilnehmer an und bezogen ihre Zimmer! Nach den ersten Gesprächen gab es eine Einführungsrunde, in der sich das Team vorstellte und Fragen beantwortet werden konnten!
Danach wurden die Eltern verabschiedet und fuhren wieder nach Hause. Wir haben ein paar Runden Halli Galli bis zum Abendessen gespielt, dann ging schon die Therapie los. In der ersten Großtherapie haben wir uns etwas besser kennen gelernt und mit Musik uns auf verschiedene Arten durch den Raum bewegt. In der anschließenden Kleingruppe überlegte jeder, welche Ziele er oder sie in den nächsten drei Wochen erreichen möchte.
Dann ging ein langer und aufregender Tag zu Ende!
13.07.09 // Frühsport und Zublinzeln
Unbarmherzig weckte der Gong die Teilnehmer um kurz vor halb acht und ab ging’s zum Frühsport. Es wurde gejoggt oder gewalkt und langsam wurden auch alle wach, nicht zuletzt durch den Regen, der gegen Ende einsetzte.
In der Therapie haben wir uns zu unterschiedlicher Musik auf verschiedene Arten bewegt, und dann herausgefunden, auf welche Arten wir sprechen können.
Nachmittags haben wir uns dann genauer damit beschäftigt, was wir mit unserem Mund machen, wenn wir sprechen!
Für die Teilnehmer gab es abends das Spiel Zublinzeln und es war vor allem dann schwierig, den Überblick zu behalten, als zwei Leute frei waren.
Die Bettruhe wurde heute schon etwas bereitwilliger eingehalten, da alle nach dem anstrengenden Tag müde waren!
14.07.09 // Das Mörderspiel
Wieder wurde um 7.20 geweckt und alle trafen sich zum Frühsport. Dieses Mal war Johann’s Jogging-Gruppe deutlich kleiner.
Am Abend vorher hatte sich unser Betreuerassistent Bastian leider den Fuß verdreht und wurde sicherheitshalber im Krankenhaus geröntgt. Zum Glück war es nicht so schlimm, aber um den Fuß zu schonen, bekam er Krücken.
In den Therapien ging es heute um die Identifikation von Stottern und wir lernten die Zwiebel kennen.
In der Mittagspause war Zeit, sich auszuruhen. Einige machten sich auf den Weg zum Rewe, andere spielten Halli-Galli.
Nach der letzten Großtherapie gab es noch genügend Zeit für ein paar Runden Badminton und Werwolf. Außerdem war es heute endlich soweit und unser Betreuerassistent Marvin kam an! Ein kleines Empfangskomitee erwartete ihn schon ungeduldig. Jetzt ist das Team vollzählig!
15.07.09 // Die Redaktion und das Aufnahmegerät
Wir, die Sommercamp-Redaktion werden von heute an die Aufgabe des Tagebuchschreibens übernehmen.
Los ging es früh morgens mit dem Frühsport. Johanns Joggergruppe wurde seltsamerweise immer kleiner und viele genossen das morgendliche Walken durch das Klinikum. Anschließend ging der vierte Camptag los.
In der Therapie ging es um das Analysieren der jeweiligen Sprechflüssigkeit mit Hilfe von Aufnahmegeräten. Das Vertrauen der Camper wurde in der Großtherapie nach der Mittagspause getestet, indem die Camper sich gegenseitig blind über das Klinikumsgelände geführt haben. Zum Ausklang des Tages wurde Räuber und Polizist gespielt, bei der das Gute beide Male siegte. Jedoch ging das campbekannte Mörderspiel los und der arme Julian :( wurde grauenhaft und hinterrücks ermordet!! Der Mörder/die Mörderin ist noch auf freiem Fuß!!
Die Redaktionsleitung
16.07.09 // Der Mörder und das Zählrädchen
Angst und Schrecken beherrschten immer noch das Camp. Beim Frühstück konnte der Bösewicht/in immer noch nicht entlarvt werden und ein Camper starb bei einer falschen Verdächtigung. Jedoch kursierten einige Gerüchte umher...Besonders heftig traf es den Therapeuten Karsten, jedoch war auch er nicht der gefürchtete Mörder.
Ganz anders lief es in der Therapie. Nach den Identifikationsübungen der letzten Tagen bekamen die Teilnehmer die Aufgabe ihre Begleitsymptomatiken, die ja bereits erkannt sind wegzulassen. Dazu gab es ein Zählrädchen.
Am morgen gab es einen kurzen Schreck!!!! Unsere allseits beliebte Jana musste mit höllischen Schmerzen von der Sue zum Zahnarzt gebracht werden. Ja na hoffentlich war’s nicht so schlimm.
Mit freundlichen Grüßen - Marvin B-lämmert und Julian Ni-wieder.
17.07.09 // Weilburg und bunter Abend
Der Mörder wurde gefasst!! Beim Frühstück konnte die etwas langsam mordende Annika überführt werden.
Doch die Camper konnten sich nicht ausruhen, denn kurz danach wurde eine neue Runde Mörderspiel angefangen
und der Schrecken ging von vorne los.
Anschließend haben wir uns in der Therapie auf das bevorstehende invivo-Training in Weilburg vorbereitet.
Als wir schließlich in Weilburg ankamen, ging es los und die Teilnehmer sollten Passanten etwas fragen und dabei
ihre Begleitsymtomatik weglassen. Gefragt wurde zum Beispiel nach einer Dönerbude oder einem Buchladen.
Abends begann eine weitere Camptradition und der bunte Abend begann.
Die Österreicherin Gabi dirigierte einen Abklatsch von 1,2 oder 3, bei dem man die deutsche Bedeutung von österreichischen
Wörtern finden musste. Durch eine Intrige konnte die Redaktion nicht die eigentliche Punktzahl erlangen und Sue gewann.
Weitere Akts waren Janik mit seinem Leuchtdiabolo, Hakan der Zauberer und weitere Sketches, die wir aber aus mangelnden Materialien
nicht aufzählen wollen/können.
Nach dem bunten Abend wurde noch eine Runde Impro-Theater gespielt und alle fielen danach müde in ihre Betten.
Die Redaktionisten
18.07.09 // "Ausschlafen" und Elternbesuche
Am Samstag fand kein Frühsport statt. Alle Teilnehmer waren traurig und konnten ausschlafen. Doch diese Traurigkeit legte sich
schnell, denn nach der Großtherapie wurden einige Teilnehmer von ihren Verwandten oder Freunden abgeholt und verbrachten den
Tag außerhalb des Klinikums.
Die Camper, die im Camp geblieben sind konnten sich dort den Tag ausruhen und spielten Spiele.
Eine Gruppe war mit der Sue im Nordwestzentrum in Frankfurt und hatten dort nochmals die Möglichkeit Passanten Fragen zu stellen.
Abends wurden die Teilnehmer wieder in das Camp gebracht. In der abendlichen Großtherapie konnte jeder erzählen, was er heute erlebt hatte und
dabei sollte er seine Begleitsymptomatiken weglassen. Abends waren alle so müde, dass nach dem Kinoabend alle
schon bald ins Bett gegangen sind.
19.07.09 // Wieder ausschlafen und das TTT
Auch am Sonntag fand kein Frühsport statt. Wieder konnte die Teilnehmer von Bekannten und Verwandten besucht werden und den Tag außerhalb verbringen.
Das gab den Teilnehmern die Möglichkeit sich ein bisschen vom Campleben auszuruhen und damit sie dann ab Montag wieder in alter Frische am Camp teilnehmen
können.
Den Tag über fand für die Teilnehmer eine lockere Großtherapie statt, sowie Einzeltherapien für die verbliebenen Camper. Als alle nach dem Abendessen wieder zu Hause waren
gab es noch ein Tischtennistunier im Therapieraum. Aus 4 Tischen und einem Tischtennisnetz wurde eine Tischtennisplatte gebaut.
16 Teilnehmer traten im K.O System gegeneinander an. In der ersten Runde konnten Tim, Max, Betti, Nathalie, Karin, Leo und auch wir,
Julian und Marvin, uns durchsetzen und für das Viertelfinale qualifizieren. Nach der ersten Runde wurde das Tunier auf den nächsten Tag verschoben, da es
schon spät war und alle für morgen fit sein mussten.
20.07.09 // Frühsportgong und Pseudostottern
Gnadenlos weckte der Gong die Teilnehmer um 7:15 für den Frühsport. Manch einer dachte noch wohl an das Wochenende, an dem man ausschlafen konnte.
In der Therapie ging es heute um das Pseudstottern- also das absichtliche Stottern. Dabei sollten die Teilnehmer ein Stotternsymptom simulieren.
In den letzten Tagen konnte einige Teilnehmer ihre als Ziel gesetzte Begleitsymptomatik reduzieren und bekamen eine Neue hinzu.
Abends ging das Tischtennistunier weiter. Im Viertelfinale gewann Julian gegen Nathalie, Leon gegen Marvin, Betti gegen Maxi und Tim gegen Karin.
In einem spannenden Match setzte sich Leon dann gegen Julian durch. Auch Betti konnte sich ins Finale durchsetzen. Julian besiegte Tim und wurde Dritter.
Im Finale gewann Leo gegen Betti und wurde Sommercamptischtennismeister 2009.
21.07.09 // Pamperpole und die klangvolle Stimme
Am Dienstag ging es in den Hochseilgarten! Einige Camper hatten Höhenangst und es ging quasi um die Desensibilisierung, also dass die Höhenangst reduziert wird.
Der Hochseilgarten war in 3 Disziplinen eingeteilt. Die erste Disziplin ist eine indianische Tradition. Bei ihr muss man auf einem 8 Meter hohen Baum klettern und von
diesem ins Leere springen. Die zweite Disziplin ist eine Teamleiter die es zu bezwingen galt. Die Leitersprossen waren so angeordnet, dass es fast nur im Team möglich ist
bis nach oben zu klettern. In der letzten und dritten Disziplin mussten die Teilnehmer einen Parcours bezwingen. Dabei galt es Hängebrücken, Boxsäcke und Spinnennetze
zu überwinden.
Als das Camp wieder zurück in Weilmünster war haben wir mit dem Basistext angefangen.
Im Anschluss der Großtherapie fand der Stottercontest statt, bei dem
Teilnehmer Sachen rund ums Stottern einer Jury präsentierten, die aus Sue, Jana und Karsten bestand. Die Sieger wurden Viola, Sonja und Anna. Sie präsentierten
einen lustigen Text, bei dem viele verschiedene Gedichte und Lieder zusammengedichtet wurden.
Weitere Acts war die Werbung für das Sommercamp ( Lehrer und Klasse), gespielt
von Marvin, Julian, Leo und Johann. Max zeigte uns seine Jongliertricks mit einem Fußball, bei dem die Teilnehmer erraten mussten, welche Trickvariante er gezeigt hat.
Thomas zeigte uns eine Invivo-Situation.
22.07.09 // Willkommen in der Modifikation und beim Bergfest
Am Mittwoch war es endlich soweit. Der Tag der Veränderung war da.
Die Teilnehmer sollten ihr Aussehen und ihre Gewohnheiten ändern!
Alle saßen beim Mittagessen neben anderen Leuten und die Therapiegruppen wechselten ihre Therapierräume zur Freude von Ja Na.
Viele veränderten auch zum Beispiel ihre Frisur. Johann sah aus wie der Struppelpeter persönlich, Julian wie ein Mafiaboss.
Passend zum Beginn der Modifikation wurde in der Therapie mit dem Zeitlupensprechen angefangen, welches die Basis für alle Techniken ist.
Außerdem gab es noch etwas zu feiern. Das Bergfest! Das bedeutet, dass die Hälfte des Camps vorbei ist und wir quasi auf dem Berg angekommen sind und jetzt muss
man nur noch runterlaufen. Am Bergfest wurden Poker, Uno Flash und ein anderes Kartenspiel angeboten und das Camp wandelte sich vorübergehend in ein Casino!
Leider mussten wir uns heute auch von Betti und Basti verabschieden, was allen sichtlich schwerfiel.
23.07.09 // Oh geliebtes Weilburg
Der Donnerstag stand ganz im Zeichen des Invivotrainings. Am Morgen wurden Menschen auf dem Klinikumsgelände zum Thema Stottern befragt. Dies war eine Übung für das Invivo-Training. In der Großtherapie wurden auch Ursachen des Stotterns erklärt, damit man Passanten aufklären kann.
Danach ging es nach Weilburg zum in-vivo-Training. Diesmal war die Aufgabe, dass die Teilnehmer Passanten Fragen aus dem Stotterninterview stellen sollten.
Dabei sollten sie sich mit ihrem Namen vorstellen und sagen, dass sie eine Stottertherapie besuchen. Auch sollten sie dabei Pseudostottern. Einigen kostete es am Anfang noch ein bisschen Überwindung fremden Menschen zu erzählen, dass sie stottern doch nach einiger Zeit klappte es ganz gut. Nach dem eigentlichen in-vivo-Training hatten wir noch ca. eine Stunde Freizeit. Einige gingen ins Internetcafé oder aßen Döner.
24.07.09 // Aschenbrödel und das Fliegerlied
Die Camper erlebten eine Überraschung. Anstatt mit dem nervenden Gong wurden sie mit dem Lied Carmen von Odis geweckt. Alle standen sofort auf und gingen glücklich zum Frühsport.
Diesmal gab es beim Frühsport eine Neuheit. Sue bot zusätzlich zum Walken und Joggen noch Aerobic im Therapieraum an.
In der Therapie wurde weiter am Zeitlupensprechen geübt.
Mittlerweile klappte die Zeitlupe ganz gut.
Nach einer anstrengenden Woche gab es am Abend den zweiten Bunten Abend. Die Moderatoren Tim und Hakan begrüßten die gespannten Camper!
Anna und Sonja präsentierten uns einen Tanz zum Fliegerlied. Sue teilte das Camp in zwei Gruppen ein. Die Gruppen bekamen abwechselnd den Anfang von Liedern zu hören und mussten den Interpreten oder den Songtitel herausfinden.
Julian, Jessica, Johann, Janik, Sonja und Maxi spielten das Theaterstück Aschenbrödel auf lustige Weise nach. Als vorletzten Act des bunten Abends wurde das Camp wieder in zwei Gruppen eingeteilt und die Aufgabe jeder Gruppe war es jemanden aus ihrer Gruppe so viele Kleidungsstücke anzuziehen wie es nur geht. Die beiden sahen aus wie gefüllte Paprika :) Danach wurde noch eine Runde Improtheater gespielt. Während des Improtheaters stellte sich raus, dass Jana gerne Leo’s Katze wäre.
Danach gingen alle müde und traurig ins Bett, da sie wussten, dass am nächsten Tag kein Frühsport ist.
25.07.09 // Kristallhöhle und Garfield
Am Samstag fand mal wieder kein Frühsport statt. Die Camper konnten ausschlafen und nach der Großtherapie waren alle bis auf drei Leute im Nordwestzentrum oder wurden Verwandten oder Bekannten abgeholt. Viele gingen in eine Kristallhöhle, die ziemlich in der Nähe von Weilmünster liegt.
Sue ging wieder mit einer Gruppe ins Nordwestzentrum. Dort wurde wieder ein bisschen In-vivo trainiert. Die restlichen Camper, die nicht abgeholt wurden haben mit Johann und Marvin Monopoly Banking gespielt, bei dem es keine Geldscheine mehr gibt. Nach einigen Stunden konnte Marvin das Spiel gewinnen.
In der Abendtherapie wurden die Teilnehmer in die Gruppen Identifikation, Desensiblisierung und Modifikation fürs morgige Elternseminar eingeteilt, damit sie den Eltern die jeweilige Phase der Therapie erklären können. Danach wurde noch Garfield der Film angeschaut und zudem noch Popcorn gegessen.
26.07.09 // Camp-Rallye und Elternseminar
Am heutigen Tag war das Elternseminar!
Um 10 Uhr ging es damit los, dass Sue den Eltern allgemeine Sachen über Stottern erklärt hat.
Währenddessen bereiteten die Betreuer und Betreuerassistenten eine Rallye für die Teilnehmer vor. Diese Rallye ging fast über das ganze Klinikumsgelände. Für die Rallye wurden die Teilnehmer in 3 Gruppen eingeteilt. Nach der Rallye wurde noch eine Runde Zublinzeln und ein anderes Spiel von Karin gespielt. Danach gab es Mittagessen.
Nach dem Mittagessen ging das Seminar für die Eltern weiter und die Kids hatten Mittagspause. Nach der Mittagspause begann das Event, auf das sich das Camp schon vorbereitet hatte. Es wurde ein Marktplatz simuliert und die Eltern wurden in die drei Gruppen Identifikation, Desensibilisierung und Modifikation eingeteilt. Sie mussten nun Sachen aus der Therapie nachspielen.
Zum Beispiel wurden Passanten (das Team) nach dem Weg gefragt oder es wurde das Stotterinterview gemacht.
Nachdem die Eltern wieder weg waren, stärkten wir uns mit leckerer Pizza. Leider konnte Felix’ Rekord von 10 Stücken aus Camp 2008 nicht gebrochen werden.
27.07.09 // Die offene Nachbesserung und viele Mörder
Endlich gab es wieder Frühsport! Danach gingen alle erfrischt in die nächste Phase der Modifikation. Wir lernten eine Veränderung der Zeitlupe, die verkürze Zeitlupe.
Der Unterschied bei der verkürzen Zeitlupe ist es, dass man nur die Laute bis zum ersten Vokal in Zeitlupe spricht. Die verkürze Zeitlupe haben wir für die sogenannte offene Nachbesserung eingesetzt. Dies klappte ziemlich gut bei den Teilnehmern.
Außerdem wurde eine modifizierte Version des Mörderspiels angefangen. Dabei gibt es nicht 1-2 Mörder die alle töten müssen, sondern jeder der teilnimmt zieht einen Namen. Diese Person muss er töten, nämlich indem er ihr einen Gegenstand in die Hand drückt. Dadurch waren alle Camper ziemlich misstrauisch und ließen sich Gegenstände nur noch ablegen, bevor sie in die Hand genommen wurden. Jedoch vergaß man es ziemlich schnell im Campalltag und somit füllte sich die Liste schon bald.
Abends wurde sich mit Spielen, zum Beispiel Kartenspielen und Uno-Flash die Zeit vertrieben.
28.07.09 // Projektvorbereitungen und Füße
Auch heute gongte es unbarmherzig zum Frühsport und Sue’s Aerobic-Gruppe musste fast wegen Überfüllung geschlossen werden.
Beim Frühstück wurden einige Ungereimtheiten beim Mörderspiel aufgeklärt. So zählt es zum Beispiel nicht, wenn einem etwas zugeworfen wird, da das Fangen ein Reflex ist. Daher wurde einstimmig beschlossen, eine neue Runde zu beginnen.
Heute haben wir uns besonders auf unseren Projekttag bei Hassia Mineralquellen vorbereitet und uns viele interessante Fragen überlegt. Diese wurden dann mit den individuellen Sprechaufgaben in der Großtherapie vorgetragen. Außerdem bekam jeder einen Lageplan des Nordwestzentrums, um sich auch Fragen für das in-vivo-Training ausdenken zu können.
Abends war es dann soweit: Das Backdrop wurde abgehängt und jeder Teilnehmer und Betreuer durfte sich mit seinem Fußabdruck darauf verewigen. Danach wurden noch verschiedene Spiele angeboten, bevor alle pünktlich ins Bett gingen. Der morgige Tag versprach aufregend zu werden!
29.07.09 // Hassia und in-vivo: Unser Projekt
Der Frühsport fiel heute aus, da wir aufgrund eines engen Zeitplans schon um 8 Uhr frühstückten. Kurze Zeit später wurden wir von unserem Bus abgeholt und sind nach Bad Vilbel zum Werk der Hassia Mineralquellen gefahren. Dort begrüßte uns Ingolf, unser Betriebsführer. Da wir nach der Busfahrt alle etwas durstig waren, bekamen wir zunächst eine kleine Verkostung verschiedener Getränke der Firma Hassia. Lecker!
Nun ging es los mit unseren Fragen! Die Camper hatten sich wirklich sehr gute Fragen überlegt und Ingolf gab uns viele interessante Informationen. Zum Beispiel lernten wir über Unterschiede von Glas- und PET Flaschen, sowie dass die Quellen in Bad Vilbel ein ideales Mineralien-Verhältnis besitzen. Dann besichtigten wir das Quellenmuseum, wo wir Wasserflaschen aus dem vorigen Jahrhundert zu sehen bekamen und viel über die Geschichte des Mineralbrunnens erfahren haben.
Nach einer Stärkung sahen wir einen Film an und mussten dann weiße Schutzmützen aufsetzen. Dies hat den Sinn, dass keine Haare in das Wasser fallen. Jeder erhielt zudem Kopfhörer und Empfänger und auf ging’s in das Werk. Es war sehr spannend, zu sehen, wie die Flaschen gewaschen, sortiert, befüllt und in Kästen gesetzt werden. Wir haben viel gelernt bei Hassia und es wird bestimmt eine spannende Projektpräsentation.
Danach ging es ins Nordwestzentrum. Zunächst durfte geshoppt werden! Danach wurden fleißig Leute angesprochen und die Teilnehmer wandten verschiedene Sprechaufgaben an! Nach einer weiteren kleinen Freizeit, in welcher letzte Besorgungen erledigt werden konnten, ging es wieder zurück zum Bus und ins Camp.
Dieser anstrengende Tag wurde mit einem Räuber-und-Polizist Spiel abgerundet, bei welchem einige Camper eine große Ausdauer bewiesen.
30.07.09 // Happy Birthday, Viola!
Unser Geburtstagskind Viola erlebte eine Überraschung! Sie musste nicht zum Frühsport und wurde statt dessen beim Frühstück mit Wunderkerzen empfangen. Zudem sangen ihr die Camper zwei Geburtstagslieder und sogar ein selbstgebackener Geburtstagskuchen mit 11 Kerzen stand auf ihrem Platz! Patrick und Julian hatten den Kuchen am Abend vorher gebacken und er schmeckte sehr lecker!
In den Therapien arbeiteten alle sehr fleißig an der Projektpräsentation und ein Theaterstück entstand, in welchem jeder eine Rolle zum Thema Mineralbrunnen übernahm!
Der Tag stand ganz im Zeichen von Violas Geburtstag und nach jeder Therapie gab es kiloweis Kuchen und leckere Snacks.
Abends stieg dann die Geburtstagsparty mit Disco und alle Camper kamen um mit Viola zu feiern.
31.07.09 // Der letzte Bunte Abend
Heute ist unser letzter Tag im Camp angebrochen. Zum letzten Mal gab es Frühsport, und Jogger, Walker sowie Aerobic-Anhänger konnten ein letztes Mal zusammen wach werden.
Dann haben wir gemeinsam überlegt, wie wir unsere Therapieerfolge in den Alltag übertragen können und uns Gedanken gemacht, was wir bei einem möglichen Rückfall tun können.
Am Nachmittag in der Großtherapie spielten wir Outburst in drei Gruppen gegeneinander und übten dabei auch Zeitlupe und verkürzte Zeitlupe.
Abends gab es dann die Generalprobe für das morgige Theaterstück un ddie Projektpräsentation! Danach war es soweit und unser Bunter Abend unter der Moderation von Viola und Kathi startete!
Das Programm war sehr vielfältig, neben den Camp-Nachrichten, einem Österreichisch-Kurs für Fortgeschrittene und einer excellenten Tanz-Einlage von Julian und Maxi bezauberte Sonja uns mit ihrer Wahnsinns-Stimme und Anna und Janik tanzten zu einem Cowboy-Lied. Natürlich durfte auch die Camp-Lied Tanzeinlage zu Lemontree nicht fehlen! Am Ende wurden die Rätselkönige gekürt und Anna und Sonja nahmen einen großen Preis mit nach Hause. Die zweiten Plätze belegten jeweils Nathalie und Thorben! Herzlichen Glückwunsch. Dann bedankte Sue sich noch bei all ihren Teamern für die Mitarbeit in den vergangenen Wochen.
Nach dem offiziellen Programm gab es noch Disco für alle und kurz vor Mitternacht lagen fast alle erschöpft in ihren Betten. Um zwei Uhr morgens jedoch geschah es: Ein paar noch wache Camper schlichen sich in Zimmer der schlafenden Camper und malten diesen nette Tattoos auf die Arme oder ins Gesicht. Zum Glück mit abwaschbaren Stiften!
01.08.09 // Scheiden tut weh
Man will es fast nicht glauben, wie schnell drei Wochen verfliegen können. Heute ist der Tag des Abschiedes gekommen.
Doch bevor wir alle Tschüss sagen mussten, konnten wir noch einmal eine Großtherapie zusammen erleben mit all unseren schönen Camp-Songs. Danach stellten wir den Eltern unsere Ergebnisse der Projektpräsentation vor und ernteten begeisterten Applaus für unser Theaterstück.
Dann hieß es Abschied nehmen. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen im November.
An dieser Stelle noch ein ganz herzliches Dankeschön an mein Team, ohne das das Projekt Sommercamp nicht möglich wäre!
Susanne Cook