04.07.10 // Jetzt geht's los!
Das Jubiläumscamp 2010 beginnt! Nach der allgemeinen Begrüßung von Sue stellte sich das Team vor. Einigen TeilnehmerInnen fiel der Abschied nicht leicht. Beim anschließenden „Alle die..“- und Blinzel-Spiel waren die Eltern aber so gut wie vergessen.
Verwunderlich war es für einige TeilnehmerInnen, dass das Abendessen im Sitzen gemeinsam eingenommen wurde – und nicht an den Bistrotischen im Vorraum.
In der Großtherapie wurde der Spiegeltanz nach alter Camptradition eingeführt. Danach wurde sich rhythmisch zur Musik im Raum bewegt (nicht getanzt!;))
Das anschließenden Zombieball-Spiel strengte manche so an, dass die Klamotten zu reißen drohten. Gnadenlos wurden TeilnehmerInnen, BetreuerInnen und -assistentInnen, die Praktikantin Verena und die Therapeuten von Leo gejagt und kaum einer konnte ihm das Wasser reichen. Janas Ausweichmethoden waren zwar unkonventionell, doch auch sie erlag Leos Wurftechnik.
Frischgeduscht und erschöpft fielen die TeilnehmerInnen in ihre Betten und erwarteten sehnsüchtig den Gong und den Frühsport am nächsten Morgen.
Zombieball hinter dem Haus und Leo in Aktion!
05.07.10 // Der erste Frühsport
So ein Gong kann ganz schön laut sein – vor allem wenn er einen aus der Tiefschlafphase reißt!Manch einer der Teilnehmer wartete schon seit 6h morgens in Sportklamotten sehnsüchtig auf den Frühsport. So starteten wir frisch und munter joggend und walkend in den Tag. Erstaunlich viele wollten in den Genuss des Joggens kommen.
In den Kleingruppen analysierten wir verschiedene Arten zu sprechen. Im Laufe des Tages wurde sowohl das Werwolf-Spiel als auch das Mörderspiel eingeführt.
Total motiviert machten die TeilnehmerInnen bei den Videoaufnahmen mit, die Verena durchführte.
Bei der Fragebogen-Verlosung gewann Maxi, der sich für ein Deutschland-Banner aus der Tombola entschied.
Abends spielten wir Räuber und Gendarme. Einer der Teilnehmer versteckte sich im nebenstehenden Gebäude, wo ihm sogar Kaffee angeboten wurde. Nachdem alle Räuber gefunden worden waren, gingen alle mit der Ungewissheit, wer zuerst beim Möderspiel sterben würde, ins Bett.
06.07.10 // Mörderspiel
Heute fanden wir in den Kleingruppen durch Ausprobieren heraus, wo die einzelnen Laute gebildet werden.
Außerdem hatten wir Besuch von zwei Studentinnen, die die Mundmotorik untersuchten.
Justin ergatterte abends den Preis bei der Fragebogen-Verlosung: ein weißes Cap.
Da der erste Mörder kein Mörder mehr sein wollte, suchte er sich eine Nachfolgerin aus. Leider wurde auch diese Runde schnell beendet, da Tote nicht immer gleich schweigen können. Somit wurde eine Fortsetzung des Mörderspiels auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.
Der Abend stand unter dem Motto „Warten auf Martin“:
Wir spielten eine Fortsetzung von „Räuber und Gendarme“. Der erste Polizeitrupp fing innerhalb kürzester Zeit alle Räuber ein – bis auf Alexander und Martin. Sehnsüchtig und nach „Martin“ rufend verharrten die bereits Gefangenen hinter dem Haus. Sogar verzweifelte Rufe wie „René, befreie uns“ wurden vernommen.
Werwolfspiel
07.07.10 // Halbfinale
Beim heutigen Frühsport hatten wir noch mehr Zulauf: Die Praktikantin Verena war mit am Start!
Anfängliches Misstrauen gab es beim Spiel mit den Betreuern: „Das schaffen wir nie!“ war von den TeilnehmerInnen zu hören. Mit überkreuzten Armen fasste jeder im Kreis blind zwei andere Hände. Als alle die Augen aufmachten, versuchten wir uns zu entwirren. Nach vielen - teilweise ungewollten - Dehnübungen der Arme und Beine war letztendlich doch eine Entknotung möglich. Entspannt spielten wir eine Partie Werwolf. Es war eine der seltenen Runden, in denen René nicht in der zweiten Runde ausschied. Die Dorfbewohner schafften es in letzter Sekunde noch, die Werwölfe zu besiegen.
In der Großtherapie wurden unsere Sinne sensibilisiert: In Zweiergruppen führte einer den anderen, der die Augen geschlossen hatte. Danach wurde jeweils eine/r blind durch den Kreis geschickt.
Abends schauten wir gemeinsam das WM-Fußball-Spiel Deutschland gegen Spanien auf der Großbildleinwand im Therapieraum. Alle waren mit Deutschland-Fahnen (entweder in der Hand oder auf der Wange) bestens ausgestattet und wir feuerten unsere Team ordentlich an. Leider ging das Spiel nicht in unserem Sinne aus. Alexis gewann beim Tippspiel und wir beschlossen, am nächsten Abend selbst Fußball zu spielen. Das würden wir allemal besser hinbekommen! Auch unsere wegen des Fußballergebnisses traurige Sue, konnte durch Marvins Heilmittel wieder aufgemuntert werden.
Fußballfans unter sich......
Tee direkt! Ist das ein gutes Heilmittel???
08.07.10 // Selber Fußball spielen!
Wegen des schlechten Fußballergebnisses waren die TeilnehmerInnen froh, dass es keinen Frühsport gab und sie somit länger schlafen konnten. In der Großtherapie ging es heute um das Schattensprechen. Primärsymptome und Zwiebelschalen wurden per Video analysiert. Außerdem bekam das Camp heute zwei Besucher: Fine, die schon am ersten Tag im Camp war und Johann, der die letzten Jahre im Camp als Betreuer tätig war. Freudig empfingen wir die beiden!
Vormittags wurde Reise nach Jerusalem gespielt. In einer turbulenten Runde konnten sich Justin und Maxi gegen den Rest des Campes durchsetzen. Abends kamen die Fußballer auf ihre Kosten, denn es wurde auf dem Sportplatz gekickt! Vor allem Alexis begeisterte das Camp mit seinen Dribbelkünsten und auch andere zeigten, was sie konnten. Auch unsere Sue spielte begeistert mit. Erschöpft, fröhlich und zufrieden wurde geduscht und es kehrte Nachtruhe ein.
in-vivo-Training in Weilburg
Ausruhen nach der Anstrengung!
09.07.10 // Ein Bunter Abend und Improvisation
Beim Frühsport joggten , gar rannten Johann, Leo, Lars, Manuel und Betti. Um 9:20 Uhr fuhr der Bus uns beinahe vor der Nase weg, doch dank des morgendlichen Lauftrainings wir schafften es rechtzeitig mit diesem Bus nach Weilburg. Dort sollten die Teilnehmer Passanten beobachten und nach Geschäften für ihre Zeichnung suchen. Einige trauten sich sogar schon Passanten anzusprechen. Danach hatten die Teilnehmer Zeit, sich mit Lesestoff und/oder mit Süßigkeiten einzudecken. Für die Fragebögen, die jeden Tag ausgefüllt werden müssen, spendierte Sue uns allen ein Eis.
Am Nachmittag wurde das In-vivo Training analysiert. In der Großtherapie brauchten wir zudem viel Mut: Zu dritt sollten wir jeweils besonders auffällig in der Mitte des Kreises tanzen. Beim anschließenden Erraten der Bergiffe wie „Coca-Cola“ - auf pantomische Art, d.h. mit Lippenbewegung - lief uns das Wasser im Munde zusammen.
Nach dem Abendessen begann der erste Bunte Abend. Dort wurde ein Abklatsch von „1,2 oder 3“ gespielt, in dem sich Maxi und Manuel gegen alle anderen in 15 spannende Fragen durchsetzen konnten. Danach spielten einige vom Team einen Sketch, der vom Drehen eines neuen Hollywood-Blockbusters handeln sollte. Doch die SchauspielerInnen in diesem Sketch waren zu unfähig die Anweisungen des Regisseurs (Sue) umzusetzen. Nach der fünften Klappe war Sue dann doch zufrieden. Doch leider hatte die Kamerafrau (Nathalie) vergessen auf play zu drücken. Danach wurde noch Impro-Theater gespielt. Die Camper mussten sich spontan eine Situation ausdenken, die sie spielerisch umsetzten.
Das Publikum war begeistert und lachte hellauf mit.
Wir blicken nun auf eine Woche intensiven Kennenlernens zurück: Wir haben uns angefreundet und dabei auch ein Augenmerk auf unser Sprechen und unser Stottern geworfen. Morgen ist der Start ins erste Wochenende – und das heißt vor allem erst einmal länger schlafen!
Das Moderatoren-Team
Impro-Theater
10.07.10 // Das kleine Finale
Weder die Sonne noch Sue kannten an diesem Samstagmorgen Erbarmen: Ein weiterer heißer Tag (38 Grad im Schatten!) stand an und auch am Wochenende ging es weiter mit Groß- und Kleintherapien. Doch da wir sowohl unsere Sue als auch die Sonne sehr mögen, waren alle gutgelaunt. In der Mittagspause verausgabten sich einige TeilnehmerInnen und Betreuer auf dem Fußballplatz.
Nachmittags gönnte sich ein Teil der Gruppe ein Eis in Weilmünster. Andere zog es eher zu einem Döner oder in kühle Supermarktgänge. Abends schauten wir gemeinsam das Fußballspiel Deutschland gegen Uruguay. Das Endergebnis trug unter anderem dazu bei, dass eine tolle Stimmung herrschte.
Chillen auf der Wiese
11.07.10 // Heiß gings her bei der Wasserschlacht!
Zwar fiel der Frühsport an diesem Sonntag aus – doch wer hätte damit gerechnet, dass beim blinden Führen in der Großtherapie allerlei Hindernisse überquert werden mussten, um schließlich zum Hubschrauberlandeplatz zu gelangen? Blind über Bänke zu steigen war noch eine der einfachsten Übungen.
Als wir uns genussvoll und hungrig auf das leckere Mittagessen stürzten, stand plötzlich ein aufgelöster Koch im Raum, der sich zutiefst dafür entschuldigte, dass er wohl das falsche Essen gebracht hätte.
Daraufhin fragte Sue abends, wie wir denn mit dem Essen hier zufrieden seien. Jedem fiel etwas Anderes ein, was sie/er toll findet. Das sagten wir, indem wir auf unsere Begleitsymptomatik achteten. Danach schrieben wir diese Dinge auf. Am nächsten Tag bastelten wir daraus ein Mobile, das wir dem Kochteam überreichten. Dabei wurde einem unserer wohl „süßesten“ Teilnehmer mehrfach in die Backe gekniffen.
Doch das Highlight am Wochende fand am Sonntag Nachmittag statt:
Gespannt fieberten wir der legendären Camp-Wasserschlacht entgegen.
Schon ging es los: Wasserbomben und Eimer wurden gerecht verteilt. Heimlich brachten beide Teams auch andere Utensilien wie Wasserflaschen und Plastikbecher mit ins Spiel.
Dann geben plötzlich die SchiedsrichterInnen Sandra, Daniel und Fisnik das Startzeichen. Tikk. Takk. Tikk. Takk. Wirbelnder Staub. Zwei Gestalten gehen langsamen, aber bestimmten Schrittes aufeinander zu. Stille. Verdächtige Stille. Stille vor dem Sturm. Man erkennt langsam ihre Gesichter. Sie bleiben voreinander stehen, so dass sich fast ihre Nasen berühren. Kein Windchen weht und Schweißperlen stehen ihnen auf die Stirn geschrieben. Es sind Sue und Johann. Jeweils aus den unterschiedlichen Lagern nehmen sie Verhandlungen miteinander auf und bestimmen die Spielregeln. Sie sehen entschlossen aus und verziehen keine Mine. Nachdem alles geklärt zu sein scheint, sehen sie sich noch ein letztes Mal – ein jeder für sich siegessicher – in die Augen und kehren dann zu ihren Mannschaften zurück. Dann geht alles plötzlich sehr schnell. Gekreische, Geschrei, hier und da werden Wasserbomben geworfen, Eimer über Personen ausgeleert. Interessierte Klinikumsbesucher bleiben neidisch über die nasser Abkühlung und den Spaß stehen. Die SchiedsrichterInnen sind sich einig: Beide Teams haben gewonnen!
Abends fuhren unsere beiden Wochenend-Besucher Fine und Johann schweren Herzens wieder nach Hause zurück. Dafür begrüßten alle voller Freude unseren René, der am Sonntag Abend pünktlich zum Anpfiff des Fußballspiels Spanien gegen Niederlande wieder auf der Matte stand.
Das tatsächliche Ergebnis sollten die TeilnehmerInnen erst am nächsten Morgen erfahren. Um 22h war Bettruhe und da das Spiel in die Verlängerung ging, ruhten bereits die CamperInnen, als das entscheidende Tor in der zweiten Hälfte der Verlängerung von Spanien geschossen wurde.
Die Camper nach der Erfrischung
Nass aber glücklich!
12.07.10 // Zimmerkontrolle!
Eine neue Woche beginnt! Voller Elan waren Sue und Verena bei „Walking in the sun“ am Morgen dabei. Beim Spiel mit den Betreuern wurde eine neue Spielkarte eingeführt: Amor. Dieser sorgte für einige Aufregung. Doch leider starben die Verliebten - Leo und Janine -, bevor der letzte Werwolf – Natalie - überführt werden konnte.
Nachmittags gingen wir während der Großtherapie in den Wald. Auf einem Baumstamm sollten wir uns nach Vornamen ordnen, ohne dabei den Boden zu berühren. Dabei mussten wir uns gegenseitig helfen. In der zweiten Runde ordneten wir uns nach Geburtsdatum. Es durfte nicht gesprochen werden. Manche Handzeichen wurden falsch gedeutet, so erst bei der „Kontrolle“ bemerkt wurde, dass keine „1“ für Januar, sondern eine „11“ für November gezeigt worden war.
Anschließend wollten wir andere BewohnerInnen des Waldes auf uns aufmerksam machen: Mit kräftiger Stimme riefen wir gemeinsam in den Wald und achteten auf das Echo.
Nachmittags bekam jede/r ihre/seine individuelle Sprechaufgabe. Diese wurde aufgeschrieben und mit Klebeband auf den T-Shirts festgeklebt. Einige bekamen bereits Zählrädchen, um auf die Füllwörter zu achten.
In der abendlichen Großtherapie spielten wir unter anderem „Stadt – Land – Fluss“. Da beide Teams genauso gut waren, gab es eine Entscheidung mittels „Schnick - schnack – schnuck“. Dabei gewann Justin gegen Sandra.
Die Erinnerung an die anschließende Zimmerkontrolle versetzte einige TeilnehmerInnen in Aufruhr. Das war doch tatsächlich total vergessen worden! Das Team ließ sich erbarmen oder auch bestechen und gewährte den TeilnehmerInnen noch elf Minuten zum Saubermachen. Das Ergebnis ließ sich sehen; riechen und schmecken konnte man es auch: Einige wollten die Jury (Team) mit frischem Männerdeogeruch oder gar mit Süßigkeiten beeindrucken und für sich gewinnen.
Als Abschluss spielten wir Zombieball. Das Dreiergespann bestehend aus Leo, Marvin und Sue war unschlagbar! Selbst strenge Auflagen wie „Leo und Marvin dürfen nur mit einer Hand spielen“ hinderten sie nicht am Sieg!
In der Nacht überraschte uns dann das lang ersehnte Gewitter! Es kühlte ab!
Auf dem Baumstamm
Gar nicht so leicht!
Fast geschafft!
13.07.10 // Im Hochseilgarten
„Fällt der Frühsport aus? Es hat doch in der Nacht geregnet!“ Diese Frage, die ein sehr „geduldiger“ Teilnehmer stellte, wurde mit „Nein“ beantwortet! Heute durften die BetreuerInnen und die BetreuerassistentInnen ausschlafen. Den Frühsport übernahmen Sue und Verena.
Dann ging es auch schon los in den Hochseilgarten!
Marvin war wohl nur deshalb so schnell auf der Teamleiter noch oben gekommen, weil er noch ein zusätzliches Bein hatte: Am Vormittag entdeckten wir eine Zecke an ihm. Ein Bein steckte noch in Marvins Bein. Es verlieh ihm wohl ungeahnte Kräfte. Doch mittels einer Salbe konnte er wieder geheilt werden. Die beiden Teams durchliefen drei Übungen: Die Teamleiter, den Hochseilparcours und den Pamper Powl.
Martin war besonders mutig bei der Übung des Pamper Pole – er forderte sein Team auf, ihm mindestens zehnmal gemeinsam „1, 2, 3, hopp“ von unten zuzurufen, bevor er dann den entscheidenden Schritt auf das pizzagroße Stück auf dem Pfahl wagte.
Abends spielte eine Gruppe - bestehehend aus Marvin, Lars, Justin, Manuel, Alexis und Betti - Fußball. Alternativ dazu wurde Werwolf gespielt.
14.07.10 // Tag der Veränderungen
Auch heute walkten alle fröhlich durch den Wald, wo wir anschließend noch „Faules Ei“ spielten. Heute war der Küchendienst – Lars, Justin, Daniel und Alexander – äußerst flink.
In der Großtherapie beschäftigten wir uns mit unseren Stärken. Jeder bekam ein Papier auf den Rücken, auf dem „Meine Stärken sind ...“ stand. Anschließend bewegten wir uns im Raum und jeder schrieb jedem eine Eigenschaft auf dieses Papier, die man bei der/ dem Anderen als Stärke empfindet. Außerdem sollte anschließend jeder etwas an sich für 24 Stunden verändern. Bereits in der Mittagspause wurden plötzlich mehr Mädchen im Camp gesehen als eigentlich tatsächlich dabei sind. So schminkte zum Beispiel Sabina eifrig Justin und Lars und lieh ihnen ihren Bikini und sämtliche andere Kleidungsstücke.
Am Abend fand unser „Bergfest“ statt: Die Hälfte des Camps haben wir bislang hinter uns. Zu diesem Anlass fand ein Pseudostotter-Turnier statt. Zuerst betraten die drei Jury-Mitglieder Jana, Sue und René die Bühne. Der Moderator Martin bestimmte Kandidaten aus dem Publikum, die Texte zum Themenbereich „Fußball“ vorzulesen hatten. Jana achtete dabei auf die Begleitsymptomatik, Sue auf die Häufigkeit und René auf die Qualität der Pseudosymtome. Nach der dritten Runde stand der Gewinner fest: Leo!
Anschließend kamen wir in den Genuss von Sommercamps Supertalent.
Die Talente Marvin, Sabina und Verena waren so gut, dass alle gewannen.
15.07.10 // Zombieball
Heute verwöhnten wir uns: Wir masierten uns in der Großtherapie, bevor wir uns auf das bevorstehende in vivo Training vorbereiteten. Abends wurde mal wieder eine Runde Zombieball gespielt.
16.07.10 // Fisnik sucht den Superstar (Teil 1)
Am Freitag war es mal wieder soweit. Das zweite größere Invivo-training in Weilburg fand statt. Wir fuhren nach dem Essen um 9:20 mit dem Bus ins berühmt berüchtigte Weilburg. Die Teilnehmer hatten diesmal die Aufgabe, das Stotterinterview fremden Passanten zu stellen und dabei ihre Begleitsymptomatiken weg zu lassen. Danach gab es noch ein Eis von Sue spendiert, wobei viele eine mysteriöse schwarze Eissorte wählten. Das Eis hieß Black Mamba. Nach langen Forschungen fanden wir heraus, dass das Eis ein Vanilleeis mit Kirsch ist.
Wieder in Weilmünster wurde das Invivo-Training besprochen und abends fand der zweite Bunte Abend statt. Diesmal suchte Fisnik den Superstar. Teilnehmer waren Justin, der uns einen Michael Jackson Tanz aufführte und Sabina, die ebenfalls einen Tanz einstudiert hatte. Sue zeigte uns ihre Fähigkeiten als Sängerin und Sandra tanzte ebenfalls. Marvin zeigte uns sein Talent, wie schnell man einen halben Liter Wasser trinken kann. Witzigster Akt waren wohl zum einen Daniel, der auf die Bühne ging und sich als Freak outete und zum anderen Alexander und Lars, die mit ihrer Kuh namens Boris tanzten.
Danach wurde noch das Spiel Liederraten gespielt, bei dem das in zwei Gruppen aufgeteilte Camp Musiklieder erraten musste.
17.07.10 // Eclipse und ein Golden Goal
Am Samstag konnten die Teilnehmer wieder ausschlafen und konnten von Freunden/Bekannten oder der Familie abgeholt werden. In der Großtherapie sind wir durch den Raum gegangen, haben dann abgestoppt und sind dann in Zeitlupe weitergegangen. Abends durften alle diejenigen, die 12 Jahre oder älter sind, in den dritten Twilightfilm gehen. Von einigen nicht so begeisterten Leuten wurde der Film als „Krieg der Schaufensterpuppen“ bezeichnet. Das kam daher, da in Kampfszenen die getöteten Vampire wie kaputte Schaufensterpuppen zerbröselten. Viele waren überrascht, dass das Kino so klein und heimisch war. Doch leider gab es dort kein Popcorn.
Jana und Betti schauten währenddessen mit den im Camp gebliebenen Teilnehmern hinterm Haus School of Rock. Danach ging es heiß her: So gab es ein Fußballmatch. Besonders stolz sind wir auf Jana, da sie das „Golden Goal“ schoss.
18.07.10 // Elternseminar
Heute war das Elternseminar! So konnten die Eltern die Teilnehmer besuchen und wurden anschließend von den Logopäden über das Thema Stottern und die Therapiemethode des Sommercamps aufgeklärt. In der Zwischenzeit machten die Teilnehmer mit den Betreuern ein Projekt zum Thema „Frieden zählt“. Danach wurde der Therapieraum und Vorraum zum Marktplatz umfunktioniert. Jeder Teilnehmer bekam eines anderen Teilnehmers Eltern und die Eltern mussten pseudostotternd Passanten(teamer) ansprechen. Dadurch konnten die Eltern sehen, wie sich ihre Kinder beim Stottern fühlen.
Abends spielten wir Tischtennisrundlauf. Dabei improvisierten wir: Es wurden vier Tische aus dem Therapieraum zu einer Tischtennisplatte umfunktioniert.
Eine Überraschnung hatte der Tag nach parat: Fine, die schon am ersten Tag das Camp kam, besuchte das Camp für die restliche Woche.
Nach diesem anstrengenden Tag ging es ins Bett, denn die letzte Campwoche steht vor der Tür!
19.07.10 // Weckdienst mit Boris, der Kuh
Heute Morgen erschraken einige, einige kringelten sich vor Lachen: Weckte doch Marvin die TeilnehmerInnen mit Boris, der Kuh, während er selbst dazu tanzte!
Im Laufe des Vormittags bekamen wir Besuch von Gabi, Pia und Britta. In der Großtherapie übten wir ein weiteres Mal das blinde Führen à la Sue et Jana. Dieses Mal waren wir bereits bei Schwierigkeitsstufe drei angelangt. Das heißt, dass wir mit enormen Herausforderungen zu kämpfen hatten: Wir mussten über Bänke steigen, auf schmalen Stegen balancieren, über unebenes Gelände laufen. Bei der anschließenden „Gemüse-Obst-Gefühl“-Übung lief uns nicht nur das Wasser im Mund zusammen, sondern wir hatten die Gelegenheit, die verkürzte Zeitlupe zu üben.
Am Abend kam es zu einer weiteren Partie von dem legendären Zombieball-Spiel.
20.07.10 // Camp-Rallye
Haben wir mehr Vertrauen zueinander gefasst? Kennen wir uns nach zweieinhalb Wochen besser? Diese Fragen begleiteten uns durch den Tag. So mussten wir in der Großtherapie durch ein Spalier von Menschen laufen. Die mutigen Läufer mussten dabei darauf vertrauen, dass alle ihre Arme rechtzeitig hochheben, so dass man nicht daran stößt. Diese Übung hatten wir bereits zu Beginn des Camps gemacht. In der anschließenden Besprechung stellten wir fest, dass wir nun mehr Vertrauen zueinander hatten. So liefen manche, die anfangs teilweise mit geschlossenen Augen oder mit angstvoller Mine gelaufen waren, mutig und schnell durch das Spalier.
Abends gab es eine Camp-Rallye, bei der sowohl Gruppe 1 als auch Gruppe 2 an verschiedenen Stationen des Klinikumsgeländes Aufgaben und Rätsel lösen mussten.
21.07.10 // Projekttag
Heute war einer der anstrengendsten Tage im Camp. Früher als gewohnt mussten die CampteilnehmerInnen aufstehen. Dann ging es mit dem Bus zu Hassia-Mineralquellen. Dort bekamen wir eine Führung, bei der wir alles über Mineralwasser, desseb Verwendung und Verarbeitung und noch vieles mehr lernten. Die Teilnehmer stellen dort ihre Fragen, die am Tag davor vorbereitet wurden. Dabei sollten sie insbesondere auf ihre Sprechaufgabe achten. Als Geschenk bekamen wir Brot, das mit Hassia-Mineralwasser gebacken wurde. René entdeckte dort auch ein Gefährt, das bisher noch eine Marktlücke ist: eine Art Cityroller mit einem Einkaufskorb vorne.
Danach ging es in das Nordwestzentrum, wo das große Camp-Invivotraining stattfand. Die Teilnehmer hatten zuerst etwa 30 Minuten Freizeit und danach ging es zum knallharten Invivo-Training, bei dem fremde Leute angesprochen wurden. Vor dem Eiscafe Corso trafen wir auch zwei alte Camper wieder: Birger aus Camo 2008 und Anna aus Camp 2009. Leo traf sogar den Rapper Azad und stellte sein Invivo Können unter Beweis: Er machte mit ihm das Stotterinterview. Danach verabschiedeten wir die drei Logopädinnen Gabi, Britta und Pia. Nach der Übungsphase war noch etwa eine Stunde Pause und danach ging es nach Weilmünster zurück. Abends wurde der Tag besprochen und die Teilnehmer konnten ihre Füße mit Farbe auf das Backdropp drucken. Außerdem bekamen wir einen weiteren Besuch: Julian, der Teilnehmer in Camp 2008 war und dieses Jahr als Betreuer in der Nachsorge dabei ist. Danach ging es nach einem erfolgreichen, aber anstrengenden Tag ins Bett.
22.07.10 // Mal guck ich zu, mal machen die anderen :)
Nach den gestrigen Anstrengungen ging es aber trotzdem heute tapfer zum Frühsport. In der Therapie überlegten wir uns Ideen, wie wir das Gelernte am Besten den Eltern präsentieren könnten. Die Idee eines Theaterstückes kam auf und Rollen wurden verteilt und Texte geschrieben. Am Abend gab es eine erste Probe, die schon sehr verheißungsvoll aussah!
Fine scharte einen großen Fanclub um sich und erzählte eine krass gute Gute-Nacht Geschichte... danach konnte jeder auch super einschlafen!
23.07.10 // Fisnik sucht den Superstar (Teil 2)
Heute ging es zum letzten Mal auf zum Frühsport. In den Therapien haben wir neben den Techniken auch noch zwei Generalproben unserer Präsentation gehalten. Zudem durfte jeder noch ein Motivationsvideo an sich selbst aufnehmen!
Den ganzen Tag über wurde auch schon für den Bunten Abend geprobt und um 20.30 war es endlich soweit: Manuel, unser Moderator eröffnete und zunächst gab es einige Vorträge von Leo, Lars, Alexander, Martin und Sandra. René und Marvin führten den Sketch „Das Frühstücksei“ auf und jeder bewunderte Marvin dafür, dass er mit so hoher Stimme immer noch eine verkürzte Zeitlupe anwenden konnte. Danach gab es ein Spiel von Fine, Leo und Verena: Der Fernsehabend. Jana beeindruckte mit Piggeldi und Frederick, René mit seinen politischen Kenntnissen. Sue führte Dr. Who auf Englisch auf und Justin verausgabte sich bei Fußball und Boxen. Janine imitierte den Untergang der Titanic und Sabina hatte uns einige Songs zum Besten gegeben. Dann war es soweit: Fisnik betrat unter Riesenapplaus die Bühne und startete das Finale seiner Superstar-Suche. Zuerst trat Sabina auf und legte eine tolle Tanz-Performance hin! Das Publikum applaudiert begeistert und verlangte nach mehr. Dann trat Sue auf und gab ein selbstgedichtetes Lied zum Besten. Nun konnte das Publikum nichts mehr auf den Sitzen halten und die Jury entschied sich für den neuen Superstar: Sue erhielt die begehrte Trophäe. Fisnik wurde dann noch als der coolste Moderator ausgezeichnet! Zum Abschluss wurden die Rätselkönige gekürt (Alexander, Sabina und Robin) und Sue bedankte sich beim Team mit einer Diashow.
Nach diesem ereignisreichen Tag fielen alle müde in die Betten!
24.07.10 // Auf Wiedersehen!
Der letzte Tag ist angebrochen und es gab zwar keinen Frühsport aber eine Frühtherapie. Schon bald trafen auch die ersten Eltern ein. Die Präsentation war ein voller Erfolg und der Abschied fiel allen sichtbar schwer!
Das nächste Wiedersehen ist aber zum Glück schon in Sicht, die Nachsorge im November!
An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an mein tolles Team, ohne das ein solches Projekt nicht möglich wäre!!! DANKE!